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Die AG-Kolposkopie will nicht nur Frauenärzte ansprechen sondern auch betroffene Frauen. Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft haben uneingeschränkten Zugang. Für interessierte Patientinnen sind die dafür vorgesehenen fachlichen Informationen zur Krebsvorsorgeuntersuchung frei zugänglich. Wir bedanken uns für Ihr Interesse.

Titelbild Definition Kolposkopie

Die Kolposkopie ist in erster Linie eine Methode zur Früherkennung von Krebsvorstufen im Bereiche der Vulva, der Scheide und des Gebärmutterhalses. Die Untersuchung ist für die Patientin völlig schmerzfrei. Der Vorteil der Kolposkopie liegt in der Möglichkeit der Betrachtung des Muttermundes mit einer 5 bis 20-fachen Vergrößerung. Die Treffsicherheit (Sensitivität und Spezifität) ist für die Krebsfrüherkennung belegt.

Titelbild Historisches

Die Kolposkopie wurde 1925 von Hinselmann in die gynäkologische Diagnostik eingeführt. Auf der Suche nach dem kleinen Cervixcarcinom benützte er eine binokulare Präparierlupe, die er mit einer Beleuchtungsquelle verband. Er stellte fest, dass sich das Carcinom nicht aus einem punktförmigen Herd entwickelte, sondern dass sich die Krebsentstehung am Muttermund in charakteristischen flächenhaften Veränderungen abspielt. Die Kolposkopie war die erste Methode in der Gynäkologie, die für die Frühdiagnose eines Carcinoms eingesetzt werden konnte.

Titelbild Technik

Der Untersuchungsgang zur Früherkennung von Krebsvorstufen ist normiert: zuerst wird der Muttermund nativ betrachtet und dann der cytologische Abstrich entnommen. Jetzt erfolgt die Essigprobe. Damit können für Krebsvorstufen charakteristische Veränderungen sichtbar gemacht werden. Abschließend wird der Muttermund mit einer Jodlösung angefärbt um die Ausdehnung allfälliger Veränderungen besser beurteilen zu können.

Titelbild Einsatzmöglichkeiten

Das Kolposkop kann auf verschiedene Arten eingesetzt werden:

  • Als obligater Teil der gynäkologischen Untersuchung, routinemäßig in Kombination mit dem Zellabstrich
  • Zur Aufdeckung und Lokalisation der Veränderungen bei cytologischem Verdacht
  • Zur gezielten histologischen Abklärung verdächtiger Befunde mittels Biopsie
  • Vor einer Konisation zur Beurteilung der Ausdehnung der Krebsvorstufe

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